Hannover, Oktober 2026
Viele Unternehmen sind davon noch weit entfernt. Im Durchschnitt nutzen sie 897 Anwendungen, aber nur 29 Prozent davon sind miteinander verbunden (Salesforce/MuleSoft, Connectivity Benchmark 2025). 95 Prozent der befragten IT-Führungskräfte haben Schwierigkeiten, Daten aus verschiedenen Systemen zusammenzuführen. 90 Prozent berichten von geschäftlichen Problemen, weil wichtige Informationen in getrennten Datenbeständen liegen. Dann stehen Informationen nicht überall dort bereit, wo sie gebraucht werden, und Entscheidungen werden unnötig schwer.
Jede Schnittstelle kostet Zeit und kann zum Sicherheitsrisiko werden
Zwei Systeme können über ihre jeweilige Schnittstelle zum Zweck des Datenaustauschs miteinander verbunden werden. Bringt ein System nicht standardmäßig einen passenden Connector für das andere System mit, können beiden Systeme über eine individuelle Integrationssoftware miteinander verbunden werden. Dazu nutzt die Integrationssoftware die jeweilige Schnittstelle der anzubinden Systeme. Es können auch mehr als zwei Systeme über einen Integrationhub miteinander verbunden werden. Rund 39 Prozent der Arbeitszeit von IT-Teams fließen heute in den Bau und die Prüfung einzelner Verbindungen (Salesforce/MuleSoft, Connectivity Benchmark 2025). Gut gemachte Integrationen lassen sich dagegen größtenteils wiederverwenden und erleichtern die Zusammenarbeit.
Das kann sich auch wirtschaftlich auszahlen. 65 Prozent der von Postman untersuchten Unternehmen erzielen bereits Umsätze über ihre Integrationen (Postman, State of the API Report 2025). Von den Unternehmen, die Integrationen von Anfang an fest einplanen, erwirtschaften 43 Prozent mehr als ein Viertel ihres Umsatzes auf diesem Weg. Bei Unternehmen ohne diesen Ansatz sind es nur 16 Prozent. Diese Zahlen beweisen nicht allein Ursache und Wirkung, zeigen aber einen deutlichen Zusammenhang zwischen guter Integrationsarbeit schnellerer Entwicklung und wirtschaftlichem Erfolg.
Warum das für Unternehmen und KI wichtig ist
Eine Verbindung allein genügt allerdings nicht. Sie muss verständlich beschrieben, gründlich geprüft, überwacht und geschützt werden. 93 Prozent der befragten Integrations-Teams berichten von Problemen in der Zusammenarbeit, etwa durch veraltete Anleitungen oder doppelte Entwicklungen (Postman, State of the API Report 2025). 99 Prozent der von Salt Security Befragten hatten innerhalb eines Jahres Sicherheitsprobleme mit Schnittstellen (Salt Labs, State of API Security Report Q1 2025). Bei 55 Prozent verzögerten solche Bedenken sogar die Einführung neuer Anwendungen. Nur zehn Prozent verfügten über umfassende gemeinsame Regeln für ihre Schnittstellen. Der Handlungsdruck wird weiter wachsen. 86 Prozent der IT-Führungskräfte rechnen mit mehr Arbeit; für 2025 erwarteten sie im Durchschnitt 18 Prozent mehr IT-Projekte (Salesforce/MuleSoft, Connectivity Benchmark 2025).
Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Zahl der eingesetzten KI-Modelle innerhalb eines Jahres von neun auf 18 (Salesforce/MuleSoft, Connectivity Benchmark 2025). McKinsey zufolge nahm die regelmäßige Nutzung von KI in Unternehmen von 78 auf 88 Prozent zu (McKinsey, The State of AI 2025). 62 Prozent erprobten bereits KI-Systeme, die selbstständig Aufgaben übernehmen, oder weiteten deren Nutzung aus . Kurz gesagt: Immer mehr Programme, Daten und KI-Anwendungen müssen zuverlässig zusammenspielen.
Ohne verlässliche Verbindungen keine verlässliche KI
Gerade KI ist auf verlässliche Verbindungen angewiesen. Sie kann nur dann sinnvoll arbeiten, wenn sie aktuelle und richtige Daten erhält und nur auf erlaubte Informationen zugreift. 95 Prozent der von MuleSoft befragten Organisationen haben Schwierigkeiten, KI in bestehende Abläufe einzubinden; 80 Prozent nennen die Zusammenführung der Daten als großes Hindernis (Salesforce/MuleSoft, Harnessing the Future 2025). Gleichzeitig werden bislang nur 24 Prozent der Schnittstellen gezielt für selbstständig arbeitende KI-Systeme vorbereitet, obwohl die Nutzung von KI-Schnittstellen innerhalb eines Jahres um 40 Prozent gestiegen ist. Sind die Verbindungen unklar oder instabil, kann die KI Fehler sehr schnell wiederholen und über mehrere Systeme verbreiten.
Das Team, das solche Verbindungen entwickelt und betreut, verhindert genau das. Diese Integrations- und Softwareentwicklungsmannschaft schafft einen Überblick über vorhandene Verbindungen, legt verständliche Regeln fest. Sie überwacht den laufenden Betrieb, regelt Zugriffsrechte und erkennt Fehler früh. Gemeinsam mit den Fachbereichen verbessert sie außerdem ganze Arbeitsabläufe, statt nur neue Technik an alte Prozesse anzuschließen. Das bringt Unternehmen voran: weniger Handarbeit, weniger doppelte Lösungen, schnellere Änderungen und neue digitale Angebote, die vorhandene Daten und Anwendungen wiederverwenden. McKinsey zeigt passend dazu, dass die Neugestaltung von Arbeitsabläufen besonders eng mit einem messbaren Ergebnisbeitrag von generativer KI verbunden ist (McKinsey, The State of AI: How Organizations Are Rewiring to Capture Value 2025). Erfolgreiche KI beginnt deshalb nicht mit dem Kauf eines weiteren Werkzeugs, sondern mit gut verbundenen Systemen und klaren Prozessen.
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Quelle Titelbild: pexels.com / Tara Winstead
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